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Welche Dimensionen von Diversität gibt es?

Unter Diversitätsdimensionen versteht man alle Bereiche der Verschiedenartigkeiten, die uns als Individuen ausmachen. Erfahren Sie in dieser Lektion, um welche Diversitätsdimensionen es geht.

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Veröffentlicht 2025, aktualisiert am 01.02.26, OER-Lizenz CC BY-SA (Öffnet in einem neuen Tab)

Diversitätsdimensionen

Quelle: https://mbt-berlin.de/wp-content/uploads/2023/02/7-diversity-rad.pdf

Unter Diversitätsdimensionen versteht man alle individuellen Nuancen, die uns als Individuen ausmachen. Je mehr wir darüber nachdenken, desto mehr verschiedene Merkmale fallen uns ein, die uns ausmachen.

Marilyn Loden und Judy Rosener entwickelten 1991 in den USA das erste Diversitätsrad als Übersicht solcher Merkmale, ursprünglich für Unternehmen und deren Managements. Das Buch hat den Namen „Workforce America Managing Employee Diversity as a Vital Resource“ (auf Deutsch: „Arbeitskraft Amerika – das Verwalten von Mitarbeiterdiversität als vitale Ressource“) und erklärt anhand von Studien, dass eine Diversität von Talenten und Kompetenzen im Arbeitsumfeld zu Unternehmenserfolg führt.

Diese Annahme ist heute noch aktuell und wird durch verschiedene Studien immer wieder bestätigt. Eine letzte Studie von der weltführenden Unternehmensberatungen McKinsey von 2024 besagt, dass europäische Unternehmen mit einem diversen Führungsteam bis zu 60 Prozent erfolgreicher sind. Es gibt mittlerweile mehrere Versionen dieses Rades: je nach Fokus werden weitere Ebenen hinzugefügt.

Oben eine bunte Darstellung des Diversitätsrades: Die farblichen Nuancen machen die unterschiedlichen Dimensionen auf einen Blick gut sichtbar. Der innere Kreis beinhaltet die Merkmale, die nicht zu verändern sind.

Normen

In unserer Gesellschaft gibt es Normen und die Erwartung, dass Menschen sich an diese halten. Diversitätsmerkmale sind Bewertungen ausgesetzt: Manche sind positiv, andere negativ besetzt. Im Laufe der Geschichte können sich diese Normen verändern und neue oder veränderte Normen entstehen. Manchmal kommen alte Normen wieder in Mode.

Aufgrund unserer Umgebung, Prägung und Erziehung entstehen in unserem Kopf bestimmte Normen. Dazu gehören Merkmale für Weiblichkeit, für Männlichkeit, Geschlechter-Binarität und vieles mehr. Oft assoziieren wir automatisch diese Merkmale mit Menschen oder Gruppen von Menschen. Ein Beispiel: Es wird oft angenommen, dass Frauen hauptsächlich Hausarbeit und Erziehung (Care-Arbeit) verrichten, oder dass Geflüchtete arm/ungebildet sind. Wenn das passiert, sind dafür die sogenannten „Bias“ verantwortlich. Bias (engl. für Voreingenommenheit), sind Vorurteile, die unbewusst in unseren Gedanken sind. Testen Sie sich:

Zum Nachdenken

Bewertungen führen zu Privilegien und Benachteiligungen, die wiederum auf der einen Seite Macht und auf der anderen Seite Marginalisierung verursachen.

Diversitätsdimensionen sind alle Merkmale, die uns einzigartig machen. Sobald wir uns bewusst werden, dass unsere Normen diese Merkmale bewerten, können wir diese Bewertungen hinterfragen, vorurteilsfreier werden und Diskriminierung erkennen.

Weiterführende Materialien

Zur vorherigen und nächsten Lektion:

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Bildnachweise

  • Mobiles Beratungsteam Berlin – für Demokratieentwicklung

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