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Veröffentlicht 2025, aktualisiert am 01.02.26, OER-Lizenz CC BY-SA (Öffnet in einem neuen Tab)
Durch unsere gesellschaftlichen Normen und Vorurteile sind wir oft unbewusst diskriminierend. Das liegt daran, dass unsere Gesellschaft nach diesen Normen aufgebaut ist und die gesellschaftlichen Strukturen dadurch hauptsächlich für diese Normen erstellt worden sind. Dadurch denken diese Strukturen die Menschen mit den Merkmalen, die von dieser Norm abweichen, nicht mit. Um aktiv anti-diskriminierend zu sein und Veränderung herbeizuführen, müssen wir die verschiedenen Diskriminierungsarten kennen und bewusst anti-diskriminierend handeln.
Bevor wir auf die einzelnen Diskriminierungsformen eingehen, müssen wir uns noch mit dem Phänomen des Machtgefälles auseinandersetzen.
Machtgefälle
Durch die Hierarchisierung von gesellschaftlichen Normen entsteht ein Machtgefälle. Wer sich an die Normen hält oder diesen entspricht, genießt Ansehen und Macht und kommt in Positionen, in denen mitbestimmt werden kann. Wer nicht diesen Normen entspricht wird als geringer eingestuft und erlebt Benachteiligung. Vorurteile werden immer wieder unreflektiert reproduziert, Ausschluss findet in bestimmten Bereichen des Lebens statt und dadurch bleiben Chancen aus, die andere selbstverständlich genießen. Es findet Diskriminierung statt, Türen zur Selbstbestimmung oder Mitbestimmung werden geschlossen bzw. bleiben verschlossen. Dieses Machtgefälle ist auf vielen Ebenen zu erleben wie finanzielle Möglichkeiten, Bildung, körperliche und mentale Fähigkeiten, Zugangsmöglichkeiten / Barrierefreiheit, Gehör zur Mitbestimmung und Teilhabe, Geschlecht, Alter etc.
Ein weiteres Machtgefälle entsteht da, wo Hilfe gegeben wird – also oft im Ehrenamt. Wenn wir über Wissen oder Macht verfügen, während unser Gegenüber dies nicht tut, entsteht ein Machtgefälle. Es ist wichtig, sich dessen bewusst zu sein, um aktiv Gleichbehandlung und Wertschätzung zu fördern und nicht „von oben herab“ zu agieren.
Die Tatsache, dass wir die offizielle Sprache eines Landes gut sprechen und schreiben können ist bereits ein Privileg, das uns in dem Machtgefälle dieser Gesellschaft weiter oben einstuft.
Darüber hinaus erweitert jede weitere Bildung, die wir genossen haben, unser Wissen und unsere Möglichkeiten. Das verschafft uns in vielen Lebensbereichen wiederum Vorteile. Es ist wichtig, sich dieser Privilegien bewusst zu sein.
Diskriminierungsformen
Dies ist ein Einblick, es werden nicht alle Formen von Rassismus abgebildet. Für weitere Informationen schauen Sie unter Bundeszentrale für politische Bildung (Öffnet in einem neuen Tab).
Rassismus
Antimuslimischer Rassismus
Rassismus gegen Sinti*zze und Rom*nja
Antisemitismus
Misogynie / Frauenfeindlichkeit / Antifeminismus
Ableismus (aus engl. “able”) / Fähigkeitsdiskriminierung
Weiterführende Materialien
- Bundeszentrale für politische Bildung (Öffnet in einem neuen Tab)
- Umgang mit Rassismus und Diskriminierung (Öffnet in einem neuen Tab)
- Deutschlands koloniale Vergangenheit – Zaghafte Aufarbeitung nach langer Amnesie (Öffnet in einem neuen Tab) (Deutschlandfunk, 2018)
- Antiziganismus Grundlagenpapier (Öffnet in einem neuen Tab) (Zentralrat der Sinti und Roma, 2017)
- Die vergessenen Opfer des Holocaust (Öffnet in einem neuen Tab) (ZDF heute, 2024)
- Deutschland scheitert bei der Bekämpfung von antimuslimischem Rassismus (Öffnet in einem neuen Tab) (Human Rights Watch, 2024)
- 6 Millionen ermordete Juden – Woher stammt diese Zahl? (Öffnet in einem neuen Tab) (SWR, 2020)
- Estimated number of victims of the Holocaust and Nazi crimes against humanity during the Second World War from 1933 to 1945, by background (Öffnet in einem neuen Tab) (Statista.com, 2020) (Öffnet in einem neuen Tab)
- Was die Polizei mit dem NSU 2.0 zu tun hat (Öffnet in einem neuen Tab) (ZDF Magazin Royale)