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Veröffentlicht 2025, aktualisiert am 01.02.26, OER-Lizenz CC BY-SA (Öffnet in einem neuen Tab)
Diskriminierungsfreie Räume gibt es nicht, wir alle haben verinnerlichte Vorurteile und reproduzieren oft unbewusst Diskriminierung.
Ich kann jedoch diskriminierungssensible Räume schaffen, in denen ich bewusst sensibel für Diskriminierung sein kann, um in solchen Momenten darauf einzugehen. Ich kann dies für mich oder auch die Gruppe als Regel des Zusammenkommens definieren.
Das Ziel von diskriminierungssensiblen Räumen ist, dass unbewusste Diskriminierung benannt werden kann, Menschen (um-)lernen können und einander anfangen zu verstehen. Vor allem aber ist es Ziel, dass Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind, gesehen werden und gleichmäßigen Respekt und Teilhabe genießen.
Im Ehrenamt treffen verschiedene Lebenswelten mit unterschiedlichen Perspektiven aufeinander. Umso wichtiger ist es Diversitätskompetenz mitzubringen, Vorurteile und Diskriminierung zu erkennen und zu unterbinden.
Es wirken im Miteinander unterschwellig immer Diskriminierungsarten mit. Entweder auf der Seite der Personen, die Diskriminierung unbewusst oder bewusst reproduzieren oder auf der Seite der Personen, die Diskriminierung immer wieder erleben.
Vier Schritte für den Umgang mit Vorurteilen und Diskriminierungen
Stoppen
Benennen
Hilfe
Aufklärung
Im Besten Fall schaffen wir es, eine Diskriminierung anzusprechen, Verständnis und Einsicht zu erzeugen und Menschen zusammen zu bringen.
Wichtig: Betroffene Personen wissen am besten selbst, was für sie hilfreich wäre. Personen mit Migrationshintergrund, Minderheiten oder mit Gewalterfahrung könnten negative Erfahrungen mit der Polizei in der Vergangenheit gemacht haben.
Anlaufstellen
Bei einer Bedrohung durch Gewalt sollte das nächstmögliche Aufsichtspersonal oder die Polizei hinzugezogen und die betroffene Person in Sicherheit gebracht werden. Anlaufstellen können im Nachgang eine weitere Hilfe für Betroffene sein für Beratung und/oder Meldung einer Diskriminierung.
Anlaufstellen sind über die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (Öffnet in einem neuen Tab) zu finden.
Jede neue Erfahrung der Zivilcourage hilft uns, besser mit einer Diskriminierungssituation umzugehen. Wir lernen von Mal zu Mal dazu und dürfen immer wieder neu erfahren, dass andere Menschen sich ebenfalls gegen Diskriminierung positionieren und wir gemeinsam eine offenere und respektvollere Gesellschaft erreichen können.
Tipp: Im Nachgang reflektieren, was gut lief, was besser hätte sein können und was ich in einer nächsten ähnlichen Situation sagen und machen könnte.
Auf der Seite der Goethe Universität Frankfurt finden Sie ein Beispiel für Anti-Diskriminierungskonzept mit Handlungsempfehlungen (Öffnet in einem neuen Tab).
Antidiskriminierung melden und Anfragen zu rechtlicher Beratung
- Was tun bei Diskriminierung? Antworten finden Sie auf der Internet-Seite des Antidiskriminierungsverbands Deutschland (Öffnet in einem neuen Tab).
- Wenden Sie sich an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (Öffnet in einem neuen Tab). (Öffnet in einem neuen Tab)
- Hilfetelefon – Gewalt gegen Frauen (Öffnet in einem neuen Tab) (Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben)
- Reportage: Zivilcourage – Helfen oder wegsehen? – Darf ich einfach nichts tun? (Öffnet in einem neuen Tab) (Next Level, ARD)
- Weißer Ring – Wir helfen Kriminalitätsopfern (Öffnet in einem neuen Tab)